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30.05.2016, 14:00 Uhr
Die CDU Senioren Union Tecklenburg im Kompostwerk Saerbeck
Interessante Informationen zum Thema Bioabfall
 Die Senioren Union Tecklenburg wollte wissen, was mit dem Bioabfall der Braunen Tonnen geschieht und besichtigte die Kompostanlage EGST in Saerbeck. Die riesigen Müllmengen, die großen Ausmaße der Anlagen und die genaue Steuerung der Fermentierungsvorgänge beeindruckten die Besucher besonders, da man sehen konnte, wo unser Biomüll bleibt und wie er weiterverarbeitet wird.
Bei Kaffee und Kuchen konnten die Teilnehmer noch viele offene Fragen besprechen.
Bio Energiepark Saerbeck -  Biologische Abbau- und Umwandlungsvorgänge mit Hilfe von Mikroorganismen, wie Bakterien, Pilzen und Hefen, führen zu wertwollen Endprodukten. Dabei entsteht das Gas Methan, aus dem unser Erdgas besteht. Der ebenfalls bei der Fermentierung freiwerdende Schwefelwasserstoff wird durch Aktivkohle entfernt. Das Methangas wird in einem Gasmotor verbrannt, der wiederum einen Generator antreibt. Der dabei erzeugte Strom, wird im Werk genutzt bzw. in das Stromnetz eingespeist. Die dabei entstehende Wärme wird in Form von Fernwärme zur Gebäudeheizung in Saerbeck eingesetzt. Der entstehende Kompost stellt ein sehr wertvolles Endprodukt dar und findet Anwendung im Gartenbau und der Landwirtschaft.

Besonders auffällig war der noch recht hohe Anteil an Kunststoff-Folien in dem angelieferten Biomüll und auch in dem weiter aufbereiteten Kompost. Zwar werden grobe Fraktionen und Folien nach Beendigung der Kompostierung ausgesiebt, jedoch müssen diese Reststoffe entsorgt werden, wodurch zusätzliche Kosten entstehen. Diese Fremdanteile stören zudem den Prozessablauf. Durch Aufkläraktionen und Kontrollen der Biomülltonnen hat man schon eine Verringerung der Kunststoffanteile oder Fremdeinwürfe erreicht und man ist bestrebt diese weiter zu reduzieren.

Herr Göbel von der EGST führte kompetent durch das Werk und stellte sich anschließend bei Kaffee und Kuchen den vielen Fragen.

In der anschließenden Diskussion wurde angeregt, dass bei Veranstaltungen wie z.B. Frühjahrs- oder Herbstmärkten mit einem Stand zu dem Thema Mülltrennung informieren könnte. Die EGST - Abt. Öffentlichkeitsarbeit - ist dazu gerne bereit, schon im eigenen Interesse. Zusätzlich könnten durch Umweltbeauftragte Bürger informiert werden.

Der Besuch zeigte, was man aus einem ehemaligen Munitionslager machen kann. Das ist beispielhaft.


 

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